War die mittelalterliche Technik des Burgenbaus römischen Ursprungs?

Bereits die Römer errichteten beeindruckende Befestigungsanlagen. Ob der Hadrianswall, der obergermanisch-raetische Limes oder die Stadtmauern römischer Siedlungen – es könnte nahe liegen, hier den Ursprung für die Burgen und Mauern des Mittelalters zu suchen. Ganz so einfach ist die Sache freilich nicht.

Zunächst einmal sind Befestigungsanlagen keine Erfindung der Römer. Man baute sie lange, bevor das kleine Dorf am Tiber zur Weltmacht aufstieg. Und sie wurden lange nach dem Ende des Imperium Romanum erbaut. Die Grundprinzipien blieben dabei immer gleich. Orte mit natürlichen Hindernissen boten sich für den Bau von Befestigungen genauso an wie die Lage an Flüssen, wichtigen Straßen, Bergpässen und in Städten. Dabei erwies sich eine rechteckige Grundform meist als besonders effektiv – sofern die natürlichen Gegebenheiten dies zuließen. Diese Grundprinzipien sollten auch das Mittelalter hindurch Bestand haben.

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Die Saalburg – im 19. Jahrhundert rekonstruiert.

Unterschiedliche Strategien

Schützende Mauern besaßen für die Römer eine etwas andere Bedeutung als für die Menschen des Mittelalters. Sie dienten zwar bereits in der Antike dazu, Feinden das Vorankommen zu erschweren. Nicht umsonst war es in der Legion üblich, befestigte Marschlager für die sichere Übernachtung zu errichten. Und die große Stadtmauer Roms entstand durchaus als direkte Folge der Plünderung durch die Gallier im 4. Jhd. v.Chr. Die gesamte Taktik der römischen Armee war allerdings auf die offene Feldschlacht ausgerichtet.

Die Heerführer des Mittelalters mieden offene Schlachten aufgrund ihrer Unberechenbarkeit in den meisten Fällen. Belagerungen waren dementsprechend häufiger. Damit besaßen Burgen und Stadtmauern eine weit größere Bedeutung. Sie entschieden nun direkt über Sieg und Niederlage. Die Verteidiger mussten zudem in der Lage sein, lange Zeit ohne die Rettung durch ein Ersatzheer auszuharren.

Weiternutzung römischer Bauten

Doch auch, wenn die Anforderungen inzwischen andere waren: An verschiedenen Orten wurden die römischen Bauten zunächst weiterhin genutzt und später ausgebaut. So behielt Köln seine römische Stadtmauer, bis sie durch zeitgemäße Bauten Stück für Stück ersetzt wurde. Auch Burgen wurden teilweise auf den Ruinen früherer Kastelle errichtet – nicht zuletzt, weil die von den Römern gewählten Standorte strategisch immer noch sinnvoll waren. Wenn die baulichen Hinterlassenschaften des Weltreiches nicht mehr aktiv genutzt wurden, dienten sie meist als Steinbruch. So erging es auch der Colonia Ulpia Traiana, die das Baumaterial für das mittelalterliche Xanten lieferte.

Die Mauern der Antike = Die Mauern des Mittelalters?

Es wäre also nicht richtig, den römischen Befestigungen jeglichen Einfluss auf den Burgenbau des Mittelalters abzusprechen. Allerdings sollte bedacht werden, dass sich die Strategien des antiken Roms und der Reiche des Mittelalters deutlich voneinander unterschieden. Während die Römer ihre Feinde gerne im Feld stellten und über ein gut erschlossenes Hinterland verfügten, befanden sich die Burgen des Mittelalters häufig in einer deutlich abgelegeneren Lage. Es konnte bisweilen lange dauern, bis Verstärkung eintraf. Sie mussten also deutlich stärker befestigt und wesentlich autarker sein, als dies beispielsweise bei römischen Kastellen der Fall war. Ein gutes Beispiel ist die Schildmauer, die die Burgen vor Beschuss schützen sollte – nachgewiesenermaßen eine Erfindung des Mittelalters. Also: Römische Einflüsse gab es. Direktes Vorbild für den Burgenbau waren die römischen Befestigungen jedoch in den meisten Fällen eher nicht.

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Hohensalzburg

Stadt und Burg Linn im Mittelalter – Geschichte einer mittelalterlichen Siedlung

Burg Linn

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Diese Burg war zunächst der Adelsfamilie derer von Linn. Sie wurde in mehreren Ausbaustufen errichtet. Um 1150 wurde eine Motte aufgeschüttet und auf ihr ein steinerner Wohnturm errichtet. Dieser wurde dann, wie es üblich war, mit einer Holzpalisade umgeben. Um 1190 ersetzte die Familie von Linn die Palisade durch eine sechseckige Ringmauer mit Türmen, eine Konstruktion, wie sie für den Niederrhein eigentlich ungewöhnlich ist. Man geht davon aus, dass Otto von Linn sich im Zuge seiner Teilnahme am Kreuzzug Friedrich Barbarossas von byzantinischen Vorbildern inspirieren ließ. 1290, jetzt in der Hand der Grafen von Kleve, erfolgte ein frühgotischer Ausbau der Burg. 1480 folgte schließlich der spätgotische Ausbau und der Bau der Außenmauer. Der Burg kamen dabei im Laufe der Zeit unterschiedliche Aufgaben zu. Sie diente als Adels- und Gerichtssitz, als Witwensitz für Mechthild von Geldern, als Verwaltungszentrum und als Gefängnis.[1]

Die Zehntscheune der Burg

Die Zehntscheune der Burg

Die Burg befand sich von bis 1188 in Besitz der Herren von Linn, bis sie von diesen für 100 Mark an den Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg (1167-1191) verkauft wurde, der sie ihnen als Lehen verlieh. Urkundlich sind die Herren von Linn erwähnt. Nach dem Aussterben des Adelsgeschlechtes ging das Lehen nach 1245 an die Grafen von Kleve. Es umfasste neben der Burg noch den Drenkerhof, den Beeckerhof und den Borgerhof in Ossum. Die Burg diente jetzt einem Amtmann der Klever Grafen als Sitz, der hier auch zu Gericht saß. 1270 befanden sich hier zusätzlich 16 Landschöffen. Zusätzlich wurden die Einkünfte aus der Grundherrschaft hier verwaltet. Als der letzte Graf von Kleve, Johann, 1368 starb, fiel das Lehen zurück an Kurköln. Die Witwe des Grafen, Mechthild von Geldern, wollte die Burg und ihre Ländereien aber nicht kampflos aufgeben und wurde hierbei vom Herrn von Strünkede tatkräftig unterstützt. Da dieser hierdurch in Geldnöte geriet begann er, von Burg Linn aus Kaufleute und Kirchengüter zu überfallen. Als Reaktion hierauf begannen am 7.8.1377 der Erzbischof Friedrich von Köln, Herzog Wenzel von Luxemburg, Brabant und Limburg, Herzog Wilhelm II. von Jülich und Geldern, Graf Adolf von Kleve-Mark und die Städte Köln und Aachen die Burg zu belagern. Ihr Aufgebot umfasste  240 Reiter und 48 Schützen, außerdem sollten drei Belagerungstürme errichtet werden. Es kam allerdings nicht zum Angriff, da es zu einer friedlichen Einigung kam. Im Jahr 1377 kam es allerdings erneut zu Konflikten, als der deutsche Kaiser am 29.11.1377 Wilhelm II. von Jülich mit Geldern und Zutphen belehnte. Mechthild, abermals mit der Unterstützung durch von Strünkede, wehrte sich mit kriegerischen Mitteln. Zur Finanzierung von Strünkedes Einsatz verpfändete Mechthild die Burg, Stadt und das Land am 7.3.1378 für 6000 Goldschilde, später die Linner Objekte mit allen Hoheitsrechten für 45.000 Goldschilde an den Kölner Erzbischof (mit dem dieses Mal kein Konflikt bestand). Nach langen und brutalen Auseinandersetzungen wurde von Strünkede von Wilhelm II. besiegt und gefangen genommen. Mechthild musste daher am 24.3.1379 auf das Herzogtum Geldern und die Grafschaft Zutphen verzichten. Linn fiel letztlich an den Kölner Erzbischof, nachdem  Graf Adolf von Kleve darauf verzichtet hatte.[2]

Es fällt auf, dass es sich bei Burg Linn anscheinend keineswegs um ein rein repräsentatives Bauwerk handelt. Die sorgfältigen Belagerungsvorbereitungen zeigen deutlich, dass sie auch wehrtechnisch ein bedeutendes Bauwerk war. Aus diesem Grund möchte ich an dieser Stelle kurz auf die Bauweise eingehen, die man auch heute noch sehr schön im Museum Burg Linn betrachten kann. In ihrer frühesten Form bestand sie, wie bereits erwähnt, lediglich aus einem Wohnturm, der mit einer Palisade umgeben war. Zur Abwehr eines organisierten Angriffs war diese Konstruktion nur bedingt geeignet. Die sechseckige Mauer mit ihrem Schalentürmen an den Ecken dagegen war eine ausgereifte Wehrkonstruktion. Die Mauer war sehr viel höher und stabiler als die Palisade. Außerdem konnte der Fuß der Mauer von den Ecktürmen aus unter Beschuss genommen werden. Im Zuge des gotischen Ausbaus erhielt die Burg neben dem Palas vor allem Bergfried und Zwinger. Diese Ausbauten erhöhten ihre Wirksamkeit deutlich. Das Tor war jetzt wesentlich besser geschützt und der Bergfried ermöglichte neben einer guten Rundumsicht auf das Land auch einen letzten Rückzugsort. Die im Zuge des spätgotischen Ausbaus hinzugekommene Ringmauer fügte der Burg eine vorgelagerte Verteidigungsebene hinzu. Dass Burg Linn später, sogar zur Zeit der Schwarzpulverwaffen, mit Schanzen versehen und weiter genutzt wurde zeigt deutlich, dass sie ihre Wehrhaftigkeit über einen langen Zeitraum hinweg bewahren konnte.[3]

Zugang zur Vorburg

Zugang zur Vorburg

Die Ortschaft Linn

Neben der militärstrategischen Bedeutung ist, wie bei Burgen allgemein, die wirtschaftliche und soziale Seite der Entwicklung interessant. Schon in ihrer frühesten Entwicklungsstufe hatte die Burg einen entscheidenden Einfluss auf die Urbarmachung des umliegenden Landes. Landausbau, Rodung und Siedlung gingen von Burg Linn aus.  Eine wichtige Voraussetzung für die Gründung von Wasserburgen wie Burg Linn war ein geschlossener Besitz von Feldern und Weiden, die für die Versorgung herangezogen werden konnten. Auch  Wirtschaftshöfe und Wirtschaftsgebäude gehörten dazu. Angebaut wurden Hafer, Hirse, Weizen, Gerste, Roggen, Dinkel, Erbsen, Lein sowie Buchweizen; Kirsche, Pflaume, Pfirsich, Schlehe, Zwetschge, Birne, Apfel, Edelkastanie und Traube. Allgemein üblich war Dreifelderwirtschaft, davon abweichend die rheinische Zweifelderwirtschaft als Zwischenschritt zur neuzeitlichen Fruchtwechselwirtschaft. Auch die Viehzucht spielte eine wichtige Rolle: vor allem Schwein, danach Rind, Schaf und Ziege. Fischteiche erweiterten das Nahrungsangebot weiter. All diese Besitzungen waren nicht nur für die Versorgung essentiell, sie warfen auch gute Gewinne ab. Es gab Einnahmen aus Waldbewirtschaftung (Holz und Wild) sowie  aus Pacht, dem Zehnten und von Halfenhöfen. Außerdem konnten überschüssige Waren auf dem Kölner Markt verkauft werden. Für die Herren der rheinischen Wasserburgen entwickelte sich bald eine überregionale Geldwirtschaft, anders als für viele Adlige auf Höhenburgen. Erst als es ab dem 13. Jahrhundert zu einer Abwanderung in die Städte kam, eine Klimaveränderung einsetzte und zahlreiche Kriege manche Landstriche verwüsteten wurden viele ländliche Siedlungen aufgegeben.[4]

Die Stadt Linn entstand planmäßig, d.h. ihre Anlage erfolgte nach einem bestimmten Plan. Dies war alleine schon deswegen sinnvoll, da Baugrund, Verkehrs- und Schutzlage berücksichtigt werden mussten. Die Burg war schon vorhanden und musste integriert werden. Die Lage von Kirche und Rathaus wurde im Vorfeld festgelegt, das gesamt Stadtareal parzelliert. Im Fall von Linn war ein quadratisches Areal von 7,6 ha vorgesehen, wobei die Bebauung erst nach und nach erfolgte. Zu Verteidigungszwecken wurden zunächst Gräben und Wälle errichtet, die Stadtmauer aus Stein wurde erst im 14. Jahrhundert erbaut.[5]  Die Burg wurde in die Stadtbefestigung von Anfang an mit einbezogen.[6]

Linn befand sich damit in guter Gesellschaft. Die Städte des Mittelalters waren keine kompletten Neuentwicklungen sondern eine Mischung aus der antiken Stadt und neuen Ideen als Reaktion auf neue Erfordernisse. Die Germanen siedelten und gründeten häufig dort, wo es bereits Strukturen gab und es ist bekannt, dass die vor Ort lebenden Menschen sich häufig mit den Neuankömmlingen arrangierten und mit ihnen zusammenarbeiteten.[7]

Auch im Bereich der Geldwirtschaft fanden Entwicklungen statt. Diese war absolut unverzichtbar, um einen effektiven Handel zu ermöglichen. Bereits zur Merowingerzeit gab es verschiedene Münzen. Im 8. – 11. Jahrhundert wurde mit Denar oder Pfennig bezahlt. Im 12. Jahrhundert verlor das Geld an Bedeutung und der Tauschhandel mit Waren verbreitete sich, zumindest im Auslandshandel. In der Region selbst wurde weiterhin mit Geld bezahlt. Hierbei wurden häufig Teilstücke verwendet, genannt Hälbling (Obolus) und Vierling (Quadrans). Die Münzen wurden in den Städten geprägt, die das Recht hierzu besaßen. Die Geltung dieser war jedoch örtlich und zeitlich begrenzt. Für Köln und Berg galt folgende Umrechnung:

 

144 schwere Pfennige = 12 Schillinge = 1 Mark Silber; 240 leichte Pfennige = 20 Schillinge = 1 Pfund Silber

 

Im 14. Jahrhundert entstand eine neue Währung. Aus Italien und Frankreich wurde die Großmünze Groschen (nummus grossus) übernommen und der französische tournois (grossus turonensis) ab 1266 nachgeahmt. Außerdem kam es zur Eingliederung der Goldgroschen in das Geldsystem am Rhein.[8]

Passend zum Geldsystem gab es ein sehr umständliches Zollsystem. Aufgrund der zahlreichen Herrschaftsgebiete gab es eine Vielzahl an Zöllen. Dies behinderte den Handel, tat ihm aber keinen Abbruch.[9]

 


[1]    Vgl. Klümpen Hegmans, Johanna (1993) S. 36-45.

[2]    Vgl. Feinendegen, Reinhard; Vogt, Hans (1998). S. 423-432.

[3]    Vgl. Klümpen Hegmans, Johanna (1993) S. 36-38.

[4]    Vgl. Ott, Hanns (1984) S. 62-66.

[5]    Vgl. Klümpen Hegmans, Johanna (1993) S. 58-59.

[6]    Vgl. Friedrich, Reinhard (2010) S. 258.

[7]    Vgl. Ennen, Edith (1972) S. 32-80.

[8]    Vgl. Heppe, Karl Bernd (1984) S. 119-124.

[9]    Vgl. Walz, Rainer (1984) S. 109-118.

 

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Höhlen- und Grottenburgen

Diese Art Burg ist im norddeutschen Raum weniger bekannt, dafür aber beispielsweise in der Schweiz und Frankreich sehr viel häufiger anzutreffen. Es handelt sich um eine Burg, die ganz oder teilweise in eine Höhle hinein gebaut wurde. Dieser Burgentyp trat vom 11. bis zum 15. Jahrhundert auf. Es versteht sich von selbst, dass die Höhle hierzu eine gewisse Größe haben musste. Grundsätzlich ist dieses Prinzip aber wenig überraschend. Die Menschheit nutzte Höhlen schon immer als Zufluchtsort. Dort ist man geschützt, man kann sie gut warm halten und man kann sie sehr gut bewachen.

Für die Verteidigung scheint diese Konstruktion auf den ersten Blick in der Tat sehr vorteilhaft zu sein. Die Burg ist nur von einer Seite zugänglich, außerdem ist es nicht so einfach, ihr Inneres mit Geschossen zu treffen. In den meisten Fällen ist sie auch nur schwer zugänglich, da die entsprechenden Höhlen sehr hoch gelegen sind. Auf der anderen Seite gibt es eine ganze Reihe von Nachteilen, die nicht zu unterschätzen sind. Die Belagerer müssen keinen Belagerungsring bilden und können alle Kräfte für den Angriff auf einer Seite massieren. Wer in einer solchen Burg eingeschlossen wurde, saß mehr noch als in „normalen“ Burgen in der Falle. Es sei denn, es gab Fluchttunnel. Wer aber schon einmal eine Höhle besucht hat weiß vielleicht, wie bedrückend diese auf einen Menschen wirken kann. Nun stellen Sie sich noch vor wie es wäre, hier längere Zeit festgesetzt zu sein. Darüber hinaus konnte man derartige Burgen in vielen Fällen einfach umgehen, da sie keine wichtigen Durchgänge blockierten.

Eine abseits in einer Höhle oder unter einem Überhang gelegene Burg sieht in erster Linie interessant und beeindruckend aus. Sie konnte auch durchaus als Rückzugsort oder Versteck dienen. Meistens hatten diese Burgen aber, wie die Adelsburgen des Flachlandes auch, administrative und repräsentative Funktion. In den Bergen boten sich manche Plätze eben gut an, um Höhlenburgen zu errichten. Diese Burgen besaßen in der Regel auch zugehörige Dörfer. Diese lagen meist, wie auch im Fall von Höhenburgen, am Fuß des Berges.

Die Höhle selbst wurde hierbei direkt in die Planung der Burg einbezogen. Entweder wurde der Höhleneingang mit einer Mauer und einem Tor verschlossen und das Innere dann mit Hilfe von Wänden unterteilt (die eigentliche Höhlenburg) oder es wurde ein eigenes Gebäude in einer Höhle gebaut (die sogenannte Grottenburg).

Diese Burgen sind deswegen so interessant, weil sie so anders sind, als die so bekannten Höhenburgen oder Wasserburgen. Diese liegen immer offen da, entweder in der Mitte einer Wasserfläche oder auf einer Anhöhe oder Berg. Sie streben geradezu in die Höhe. Grotten- und Höhlenburgen gehen den umgekehrten Weg, zurück in die Erde oder in den Berg hinein. Dem Betrachter bietet sich aber auch hier ein majestätisches und auch ein unheimliches Bild. Eine ganze Burg, welche in eine Höhle gebaut wurde, ist ein beeindruckender Anblick. Eine zur Burg direkt umfunktionierte Höhle wirkt beinahe wie die Luxusvariante der steinzeitlichen Höhle und spricht unsere archaischen Instinkte an. Eine Besichtigung lohnt sich aber in jedem Fall.

Sekundärliteratur:

Piper, Otto. Burgenkunde. Bauwesen und Geschichte. Unveränderter Nachdruck der dritten, vielfach verbesserten Auflage, München, 1912. Köln, 2011.

 

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Der Klosterplan von St. Gallen – ein Ideal wird Wirklichkeit

Der Klosterplan von St. Gallen ist der Plan des idealen Klosters. Entstanden ist er zur Zeit des Frühmittelalter (im 9. Jahrhundert) im Kloster Reichenau. Seinen heutigen Namen hat er erhalten, weil er in der Klosterbibliothek St. Gallen aufbewahrt wird. Der Plan beschreibt dabei aber nur die ideale Form. Es ist genau zu erkennen, wo welche Gebäude stehen sollen und welche Zwecke sie zu erfüllen haben.

Im Zentrum befindet sich die Klosterkirche mit den daran anschließenden Klostergebäuden, die rund um den Kreuzgang angeordnet sind. Dazu zählen Scriptorium, Sakristei, Refektorium, Kellarium und Dormitorium. Hier sollten die Mönche arbeiten, essen und schlafen. Die Novizen sollten nicht direkt mit den Mönchen zusammenwohnen. Aus diesem Grund war für sie ein eigener Komplex inklusive einer eigenen Kapelle vorgesehen. All dies befindet sich nahe dem Chor der Klosterkirche, die wie bei Kirchen üblich mit dem Chor in Richtung Osten (Richtung Jerusalem) ausgerichtet ist. Auch für durchreisende Mönche sowie für Gäste des Abtes samt deren Begleitung sollte es gesonderte Häuser geben. Die Idee dahinter war, dass sie so das streng geregelte Klosterleben nicht stören konnten. Für den Abt war eine eigene Pfalz inklusive eigener Küche vorgesehen, in der er auch hochrangige Gäste empfangen können sollte. Da die Bildung eine zentrale Rolle für die Mönchsorden spielte, ist in diesem Klosterplan auch eine eigene Schule vorhanden.

Das Kloster sollte auch über ein eigenes Krankenhaus verfügen, in dem ebenfalls eine Kapelle eingerichtet werden sollte. Nur auf die heilende Kraft von Gebeten und Aderlass vertraute man hier aber wohl nicht, es sollte einen speziellen Garten für Arzneikräuter geben. Diese Gärten finden sich in vielen Klosteranlagen, die Verwendung von Heilkräutern war wohl übliche Praxis. Da die meisten Klöster autarke Einheiten bildeten, fehlen auf dem Klosterplan von St. Gallen nicht die für die Verarbeitung der aus den Gärten, Wäldern und von den Feldern gewonnen Erzeugnisse. Es sind Kornspeicher, Mühlen, Bäckereien (davon eine speziell für das Backen der Hostien), Brauereien und verschiedene Werkstätten eingezeichnet. Zudem sind Ställe für Kühe, Ziegen, Geflügel, Pferde und Schweine zu erkennen. Alles in allem schätzt man, dass in diesem Kloster ca. 100 Mönche und noch einmal doppelt so viele Arbeiter hätten leben können. Insgesamt gibt es 50 Gebäude. So hätte es aussehen können:

Aus diesem Ideal soll nun Wirklichkeit werden. Ca. 1194 Jahre nach seiner mutmaßlichen Entstehung soll der St. Galler Klosterplan in die Wirklichkeit umgesetzt werden, und zwar in der Nähe der Stadt Meßkirch in Baden-Württemberg.  Bert M. Geurten hat den Verein „karolingische klosterstadt e.V.“ gegründet und möchte das Kloster streng mit mittelalterlichen Baumethoden aus einem Waldstück heraus entstehen lassen. Das bedeutet auch, dass sämtliche Baumaterialien vor Ort gewonnen werden, auch nach den Methoden der damaligen Zeit. Dies ist besonders insofern interessant, als dass die Klöster damals immer in sehr unwirtlichen Gegenden entstanden und diese durch die Mönche erst urbar gemacht werden mussten. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass weitere Kenntnisse über die Baumethoden des Mittelalters gewonnen werden können. Der Verein folgt damit einem Trend, den man auch sehr schön beim Bau der Burg Guidelon in Frankreich beobachten kann. Allerdings ist dieses Projekt ungleich größer und deswegen so wichtig, weil ein komplettes Kloster in der Form heute nicht mehr existiert und in dieser idealen Form auch im Mittelalter nicht vorhanden war. Die Baustelle kann ab dem Frühjahr 2013 besichtigt werden.

Bildquellen:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Codex_Sangallensis_1092_recto.jpg&filetimestamp=20090716000744 (25.11.2012)

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Rahn_Kloster_Sanct_Gallen_nach_Lasius.jpg&filetimestamp=20090301125729 (25.11.2012)

Links:

Die Klosterstadt.

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Überlegungen zum Burgenbau in Westeuropa

Der Bau einer Burg war kein einfaches Unterfangen. Schon im Vorfeld musste genau überlegt werden, wo man die Burg errichten wollte und zu welchem Zweck. Die Form der Burg musste dem jeweiligen Gelände angepasst werden. Idealtypisch bestand eine Burg aus einem Palas, dem Bergfried oder einem Wohnturm, einer Zisterne, mehreren Neben- und Wirtschaftsgebäuden. Ein Bergfried findet sich allerdings nicht in allen Burgen. Das Tor wurde häufig durch Türme gesichert.1 Im Frühmittelalter wurde meistens ein quadratischer Wohnturm auf einer Motte errichtet. Bei einer Motte handelt es sich um eine künstlich aufgeschütteten Erdhügel. Um die Motte herum wurde dann zusätzlich eine Palisade oder Holzmauer errichtet. Bis in die Salierzeit hinein lassen sich Holzburgen finden. Seit dem 9. und 10. Jahrhundert sind auch Höhenburgen als Wohnsitze bekannt, Türme seit dem 11. Jahrhundert.2 Die Motte entwickelte sich wahrscheinlich aus dem befestigten Adelssitz. Besonders häufig ist sie im Flachland, in dem Erhebungen erst künstlich geschaffen werden mussten. Sie waren in der Frühzeit des Burgenbaus eher flach und wurden erst ab dem 12. Jahrhundert höher aufgeschüttet. Bis dahin blieben hölzerne oder steinerne Wohntürme, teilweise sogar ohne Motte, der Normalfall.3

Das 12. und 13. Jahrhundert schließlich gilt als die klassische Zeit des Burgenbaus. Interessant ist, dass der Hauptfokus zumeist auf der repräsentativen Wirkung der Burg lag und nicht so sehr auf ihrer Wehrhaftigkeit. Der eigene Stand sollte durch den Bau signalisiert werden, Belagerungen waren eher die Ausnahme. Die Errichtung einer Burg war dabei immer ein lokaler Vorgang. Wo eine Burg errichtet wurde war ganz unterschiedlich. Es gab Burgen, die etwas abgelegen auf Bergen oder in Wäldern lagen. Andere wurden in der Nähe eines Dorfes gebaut, wieder andere in der Stadt.4 Durch die Kreuzzüge kamen byzantinische, armenische, spätantike und islamische Einflüsse nach Nordeuropa. Schießscharten wurden beispielsweise aus dem Orient übernommen.5

Im Spätmittelalter veränderten sich die Burgen nochmals. Sie wurden größer und stärker befestigt. Parallel hierzu entwickelten sich aber auch befestigte Paläste und Residenzburgen. Vorburgen wurden errichtet, in denen Wirtschaftsgebäude, Gärten und Gehöfte zusammengefasst werden konnten. Zwinger, Fallgitter und Zugbrücken schützten die Tore. Auf den Angriffsseiten der Burgen wurden häufig Schildmauern errichtet, die durch ihre Dicke und Höhe vor allem Geschosse abfangen sollten. Außerdem kamen Ringmauern mit Flankierungstürmen in Mode. Auch finden sich jetzt regelmäßig Schießscharten und eigenständige Palastbauten innerhalb der Burg.6

Es mag auf den ersten Blick überraschen, dass es auch im Mittelalter die Technologie der Wasserleitungen gab. Teilweise wurden sogar Burgen hiermit ausgestattet, wenn man auch eine zweite Wasserquelle innerhalb der Burg für den Belagerungsfall benötigte.7

Die Genehmigung zum Bau einer Burg musste der König erteilen, er verfügte über das sogenannte „Burgenbauregal“. Im Laufe der Zeit verlieh er es aber an immer mehr Fürsten, die es ihrerseits weiter verliehen. Als dann die Königsmacht immer schwächer wurde und die regionalen Fürsten erstarkten, sahen diese das Recht, Burgen zu bauen, als Symbol ihrer Herrschaft an.

1Vgl. Großmann, G. Ulrich (2005) S. 81-84.

2Vgl. Böhme, Wolfgang (1999) S. 54-77.

3Vgl. Biller, Thomas (1993) S.112-115.

4Vgl. Meckseper, Cord (1999) S. 83-104.

5Vgl. Hofrichter, Hartmut (1999) S. 104-108.

6 Vgl. Großmann, G. Ulrich (2005) S. 169-180.

7Vgl. Grewe, Klaus (1991) S. 32-36.

Sekundärliteratur:

Biller, Thomas. Die Adelsburg in Deutschland. Entstehung, Form und Bedeutung. München, 1993.

Böhme, Horst Wolfgang u.a. (Hg.). Burgen in Mitteleuropa. Ein Handbuch. Band 1. Bauformen und Entwicklung.Stuttgart, 1999.

Grewe, Klaus. Wasserversorgung und -entsorgung im Mittelalter. Ein technikgeschichtlicher Überblick. (Die Wasserversorgung im Mittelalter. (Geschichte der Wasserversorgung Band 4)). Mainz, 1991. S. 11-86.

Großmann, G. Ulrich. Burgen in Europa. Regensburg, 2005.

Hofrichter, Hartmut. Einflüsse durch Kreuzfahrerburgen. (Böhme, Horst Wolfgang u.a. (Hg.). Burgen in Mitteleuropa. Ein Handbuch. Band 1. Bauformen und Entwicklung.Stuttgart, 1999). S. 104-108.

Meckseper, Cord. Burgenbau im 12./13. Jahrhundert. (Böhme, Horst Wolfgang u.a. (Hg.). Burgen in Mitteleuropa. Ein Handbuch. Band 1. Bauformen und Entwicklung.Stuttgart, 1999). S. 83-104.


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Die mittelalterliche Burg

Turmburg

Turmburg

Die Burg – wohl eines der markantesten und eindruckvollsten Bauwerke des Mittelalters. Gleichzeitig ist sie auch das Bauwerk, welches heute am ehesten mit dem Mittelalter in Verbindung gebracht wird. Daher überrascht es nicht, dass sie noch heute die Fantasie beflügelt und in allen Größen und Formen in der Literatur, im Film und auf Bildern zu finden ist. Dies gilt freilich nicht nur für unsere Zeit, sondern lässt sich bis in das frühe 19. Jahrhundert nachweisen. Doch was zeichnete eine mittelalterliche Burg wirklich aus? Wo treffen sich Fantasie und Wirklichkeit und was gehört wirklich in das Reich der Märchen und Legenden?

Motte Dinan auf dem Teppich von Bayeux

Motte Dinan auf dem Teppich von Bayeux

Befestigungswerke gab es nicht erst seit dem Mittelalter. Schon in der frühen Antike sind sie archäologisch und auf Abbildungen nachzuweisen. Schon die Sumerer bauten sie, und die Ägypter befestigten mit Burgen ihre Grenzen und Städte. Die Römer perfektionierten den Bau von Befestigungen und auch bei ihren Feinden, von den Kelten bis zu den Germanen, waren Kenntnisse hierzu vorhanden. Man sollte allerdings beachten, dass die Baukunst der Römer für den Raum des früheren Germaniens zunächst nicht als Vorlage diente. In diesem Bereich wurden die römischen Baukenntnisse erst im Hochmittelalter wiederentdeckt, vor allem durch Einflüsse aus dem Mittelmeerraum und aus Frankreich. Zu dieser Zeit wurden auch alte römische Anlagen in die Neubauten integriert.

Eine Neuentwicklung des Mittelalters war die sogenannte Adelsburg, also der befestigte Wohnsitz eines oder mehrerer Adligen und dessen Familie. Aber nicht alle Burgen waren in erster Linie auf die Verteidigung gegen eine Belagerung ausgerichtet. Viel wichtiger war die Repräsentation und die hiermit verbundene Sicherung des eigenen Status. Einige Burgen, wie eine Untersuchung in Frankreich und Großbritannien ergeben hat, waren aus wehrtechnischer Sicht sogar komplett ungeeignet für den Krieg. Auch konnte eine Burg an sich das Umland oder auch einen Pass nicht sichern. Für solche Aufgaben wurden spezielle Befestigungsanlagen errichtet, beispielsweise eine Passsperre. Diese Anlagen mussten dann aber auch über eine große Garnison verfügen. Diese besaßen die Adelsburgen in der Regel nicht. Meist ließ sich die Burgbesatzung an zwei Händen abzählen, meist noch durch Wachhunde und Gänse (die ja für ihre Aufmerksamkeit bekannt sind) unterstützt.

Slavenburg Raddusch

Slavenburg Raddusch

Dennoch fand man auf nahezu allen Burgen mehr oder weniger gut ausgestattete Waffenkammern für den Verteidigungsfall. Umliegende Höfe wurden häufig in das direkte Umfeld der Burg verlegt und befestigt. Hieraus entstanden dann Vorburgen. Die Burg selbst verfügte meist über eigene Wirtschaftsgebäude und eine Zisterne, dazu über einen Palas (Wohngebäude) und in manchen Fällen über einen Bergfried. Dieser befand sich meist auf der Seite, auf der die meisten Angriffe erwartet wurden. Mit der zunehmenden Durchschlagskraft von Belagerungswaffen ging man dazu über, zusätzlich auf dieser Seite eine sogenannte Schildmauer zu errichten (ab dem 14. Jhd.). Diese sollte Geschosse abfangen und war zu diesem Zweck besonders hoch und dick. Die Tore waren zunächst einfach gehalten und wurden mit Querbalken gesichert. Im späten Mittelalter wurden sie durch eiserne Schlösser, Beschläge und vor allem durch Hängebrücken, Fallgitter und Tortürme gesichert. Die Mauern verfügten idealerweise über mehrere Türme, aus denen der Fuß der Mauer beschossen werden konnte.

Die Architektur der Burg richtete sich sowohl nach dem Gelände als auch nach den Anforderungen. Okkupationsburgen, wie die Burgen der Normannen in England oder die Kreuzfahrerburgen, mussten vor allem eine große Garnison aufnehmen können und Angriffen großer Heere standhalten können. Die Adelsburgen, wie schon erwähnt, dienten der Rückversicherung und Repräsentation. Stadtburgen dienten vor allem als Verwaltungssitz in den Städten. Neben den unregelmäßigen Burgen finden sich aber auch rechteckig oder quadratisch angelegte Anlagen, der Kastelltyp. Eine Besonderheit stellt die Pfalz dar, die zeitweilige Residenz zur Zeit des Wanderkönigtums.

Viel wichtiger als als militärischer Stützpunkt war die Adelsburg aber als wirtschaftliches, soziales und administratives Zentrum der jeweiligen Region. Hier saß der Burgvogt oder Burggraf, der auch für die Verwaltung aller zur Burg gehörigen Güter zuständig war. Zudem waren viele Burgen auch Gerichtssitz und Gefängnis. In einigen Fällen gab es auch Burgen, die zur Lagerung von Gütern verwendet wurden. Die mittelalterliche Burg konnte also ganz unterschiedliche Aufgaben haben. Bei der Wirtschaft handelte es sich meistens um Naturalwirtschaft. Geld spielte nur in den Städten eine wichtige Rolle.

Die Adelsburgen verloren mit dem Ende des Mittelalters an Bedeutung. In allen oben genannten Punkten liefen ihnen die Städte, mit denen sich die Adligen schon lange in Konkurrenz befunden hatten, nun endgültig den Rang ab. Die Geldwirtschaft setzte sich endgültig duch. Die Burgen wurden nach und nach zu palastähnlichen Anlagen umfunktioniert und entwickelten sich nach und nach zu Schlössern. Die meisten Burgen wurden aber aufgegeben.

Viele der Burgen, die sich heute stolz erheben, stammen gar nicht aus dem Mittelalter. Ein Großteil dieser Bauwerke wurde im 19. Jahrhundert errichtet, als romantische Vorstellungen vom Mittelalter, der großen und strahlenden Zeit der Deutschen, vorherrschten und propagiert wurden, um die nationale Einheit vorranzutreiben. Der Besitz von alten Ruinen galt in dieser Zeit ebenfalls als „schick“. Die Originale sind rar geworden. Wer einmal den Bau einer Burg live verfolgen möchte, kann dies im französischen Guedelon tun. Hier wird eine Burg mit mittelalterlichen Bautechniken errichtet.

Sekundärliteratur:

Großmann, Ulrich G.: Burgen in Europa. Regensburg, 2005.

Piper, Otto: Burgenkunde. Bauwesen und Geschichte. Dritte Auflage München, 1912. Nachdruck. Köln, 2011.

Zeune, Joachim: Burgen. Symbole der Macht. Ein neues Bild der mittelalterlichen Burg. Regensburg, 1996.

Urheber der Bilder:

Turmburg: Frank Sautter

Slavenburg Raddusch: http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Kurpfalzbilder.de


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